Synopsis:
Sozialismus - eine Ideologie, die in den vergangenen 150 Jahren im Mittelpunkt der Weltgeschichte stand und sie entscheidend beeinflusste. Auf dem Höhepunkt ihrer Verbreitung, lebten annähernd 60% der Weltbevölkerung unter Regierungen, die sich den Sozialismus in irgendeiner Form aufs Banner geschrieben hatten. Dann kam plötzlich der Zusammenbruch. Warum?
Die 3-teilige Dokumentation zeichnet die Geschichte dieser Weltanschauung nach. Der Bogen spannt sich von ihren kometenhaften Aufstieg ab Mitte des 19. Jahrhunderts, bis hin zum plötzlich und unerwarteten Zusammenbruch vieler kommunistischer Regime Ende der 1980er Jahre.
Der Aufstieg:
Als der schottische Unternehmer Robert Owen 1825 im US-Staat Indiana die Kolonie "New Harmony" gründete, wollte er eine Gemeinschaft von Gleichen schaffen, in der es kein Privateigentum mehr gab. Das Experiment scheiterte. Seine frühsozialistischen Ideen wurden aber von den Deutschen Karl Marx und Friedrich Engels weiterentwickelt. Ihr Postulat: Aufgrund der ökonomischen Entwicklung der Arbeiterklasse ist die Revolution eine geschichtliche Notwendigkeit. Marx' Schriften fanden weltweit Anhänger, aber nichts geschah. Das rief den Russen Wladimir Iljitsch Uljanow besser bekannt unter seinem Decknamen Lenin, auf den Plan. Sein Credo: Wenn die Revolution nicht von den Arbeitern kommt, dann müssen es eben andere tun. Im Oktober 1917 setzte er seinen Plan in die Tat um.
Die Revolution:
Lenins Revolution i Russland ebnete den Weg für eine ganze Reihe von "Nachahmern", die unter dem Schlagwort "Sozialismus" die Macht an sich rissen, unter anderem Mussolinis "Faschisten" in Italien und Hitlers "Nationalsozialisten" in Deutschland. "Irrwege", die mit dem Zweiten Weltkrieg endeten. In der Folgezeit dagegen kam die sozialistische "Labour Partei" in Großbritannien unter Clement Attlee zur Blüte, weil sie sich zum "gemeinschaftlichen Eigentum" bekannte. In China griff Mao mit seiner kommunistischen Partei die Macht und führte sein Volk in die Katastrophe. Sozialistisches Gedankengut spielte auch beim Aufbau des jungen Staates Israel mit seinen "Kibbuzim" und beim Weg vieler Länder der Dritten Welt in die Unabhängigkeit eine wichtige Rolle.
Der Zusammenbruch:
In den späten 1970er Jahren wurde der sozialistische Siegeszug gestoppt. Ronald Reagan, Margareth Thatcher und Helmut Kohl sorgten für einen Rechtsruck in den westlichen Gesellschaften und bildeten eine geschlossene Front gegen die kommunistischen Regime. Diese hatten mit zunehmenden wirtschaftlichen Problemen und der Unzufriedenheit ihrer Völker zu kämpfen. Schließlich konnten auch umsichtige Politiker wie Michail Gorbatschow den Zusammenbruch nicht aufhalten, obwohl sie nach wie vor an die sozialistischen Ideale glaubten. In China rettete Deng Xiaoping das kommunistische Regime nur deshalb, weil er die freie Marktwirtschaft einführte.
Die postkommunistische Ära schließlich ist geprägt von Politikern wie Tony Blair, die ihre Parteien immer weiter weg vom Sozialismus wegführten.
Es bleiben Errungenschaften, die ohne dem Sozialismus nicht möglich gewesen wären, und die Suche nach einem neuen Selbstverständnis der sozialistischen Ideale.
1 - Aufstieg
Part-01 Part-02 Part-03 Part-04
2 - Revolution
Part-01 Part-02 Part-03 Part-04
3 - Zusammenbruch
Part-01 Part-02 Part-03 Part-04
Einladung zu unserem kultur Programm in Wien
6 years ago
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